10. Januar 2017

 

Traurige Nachricht aus dem Wildgehege: Hans-Hubert II ist tot. Verstorben an einer inneren Verletzung, die er sich im Wildgehege zugezogen hatte. Die Tierärzte konnten ihm leider nicht mehr helfen.

 

Seinen Urlaub in Waltrop hatte der weiße Damhirsch beendet und war gesund und munter ins Wildgehege Grutholz zurückgekehrt. Hans-Hubert hatte die Brunftzeit in Waltrop verbracht, da er nicht weiter im Wildgehege Grutholz Kälbchen zeugen sollte. Es hätte sonst zu Inzucht kommen können.

Hans-Hubert war ein echter Sympathieträger. Keiner hätte gewünscht, dass er an einer unheilbaren schweren Verletzung stirbt. Da darf man auch traurig sein, wie Tim, der sechsjährige Tierpate von Hans-Hubert. Nach den ersten Tränen kam er ins Wildgehege und fragte: „Kann ich denn das Skelett von Hans-Hubert sehen?“ Das ging natürlich nicht! Tim war auch sehr einsichtig, als ihm erklärt wurde, dass Hans-Hubert nicht im Wildgehege beerdigt werden durfte, da man nie weiß, ob er Krankheiten auf andere Tiere übertragen würde. Es gibt daher eine Firma, die sich um tote Tiere, auch um Zoo- und Haustiere, kümmert.

Da es kein Grab für Hans-Hubert im Wildgehege gibt, schuf ihm Tim eine Gedenkstätte. Er bastelte aus Ästen ein Kreuz und suchte dafür den besten Platz im Wildgehege aus.

Zu Hause hatte er schon ein Bild gemalt. Hans-Hubert mit Flügeln als Engel in einem wunderbar sternenreichen Himmel mit lachender Sonne über dem Wildgehege.

Fördervereins-Vorsitzende Marianne Scheer bot Tim an, dass er, wenn er selbst den Wunsch hat, sich demnächst ein neues Patentier aussuchen kann.

Beim Füttern der Tiere hatte er dann auch schon die Idee, dass er vielleicht ein weißes Kind von Hans-Hubert als neues Patentier haben möchte. Es soll dann Möhre oder weil es noch klein ist, doch eher Möhrchen heißen.

Hans-Hubert II ist der Nachfolger von Hans-Hubert I, der im Herbst 2009 einen Abriss des unteren Beinteils erlitten hatte, so dass man ihn erlösen musste. Im März 2010 kam dann Hans-Hubert II als Spießer (einjähriger Hirsch) vom Hochwildpark Rheinland ins Wildgehege.

Hans-Hubert hat sich rasant vermehrt. Sein weißer Sohn Haribo zog in die Gruga nach Essen um und heißt dort Schnuffel. Der weiße Hirsch Wölkchen ist im Gehege in Waltrop geblieben und soll nun dort für Nachwuchs sorgen.

Ein weißer Spießer wird demnächst ins Rheinland umziehen. Im Wildgehege Grutholz werden nur einige weiße Hirschkühe verbleiben, die auch Tierpaten haben. Es kommt zurzeit immer wieder vor, dass Kinder zum Wildgehege laufen, die weißen Hirschkühe und Spießer sehen und rufen: „Oh guck mal, hier sind Ziegen!“ Das Alleinstellungsmerkmal hatte der weiße Hirsch Hans-Hubert schon lange nicht mehr. Zunächst will der Förderverein auf einen neuen weißen Hirsch verzichten, damit sich die wildfarbenen (braunen) Tiere wieder vermehren können. Es befinden sich zurzeit 40 Tiere im Wildgehege, davon sind 13 Kälbchen, die im letzten Jahr geboren wurden. Bis April werden in dieser Größenordnung auch wieder Tiere an andere Gehege abgegeben. Ein Großteil der Tiere geht in diesem Jahr ins Rheinland.

 

Aktualisiert ( Freitag, den 24. Februar 2017 um 21:18 Uhr )