28. April 2018

 

Da will ich hin, da ist `was los!

So beginnt das Veranstalungsprogramm des Sauerländischen Gebirgsvereins Bezirk Dortmund-Ardey.
Ja, los war eine ganze Menge, als unsere Waldlehrerin Andrea Hirsch am Samstag mit Mitgliedern
des SGV's zum Wildgehege Grutholz kam. Zunächst erklärte Andrea Hirsch bei einer kleinen
naturkundlichen Wanderung in der Nähe des Wildgeheges die Wildpflanzen, die reichlich rechts und
links der Waldwege wachsen. Ob Gundermann, Giersch, Kerbel, Löwenzahn, Knoblauchsrauke,
klebriges Labkraut oder Spitz- und Breitwegerich, Andrea wusste etwas zur Andwendung,
Geschmack oder Heilwirkung der Pflanzen zu sagen.

Mit dem klebrigen Labkraut können einfach und schnell Kränze um den Kopf gelegt werden.

Die warme Frühlingssonne hat auch den Aronstab aus dem Boden hervorgetrieben. Die Wanderer
erfuhren, dass der Aronstab bei der Befruchtung erfolgreich auf den Aasgeruch setzt, der kleine Fliegen
anlockt. Erst wenn die weiblichen Blüten befruchtet sind, erschlaffen beim Aronstab die Reusenhaare
und die Insekten können wieder entweichen.

Gesammelt wurden ein paar Löwenzahnblüten und Knoblauchsrauke zum Mörsern und zwar die
Löwenzahnblüten mit Zucker und die Knoblauchsrauke mit Salz.

Viel Spaß hatten auch die Teilnehmer an der Geschichte, die Andrea Hirsch, vom verliebten Bauern
und vom Teufel erzählte, in der ganz klar erklärt wird, dass sowohl die Baumrinde als auch die Form
der Blätter des Eichenbaumes den Krallen des Teufels zu verdanken sind.
(Nachzulesen: "Warum die Eiche das ganze Jahr über Blätter trägt" von Antje und Burkhard Neumann)

Zurück am Wildgehege erzählte Andrea noch etwas über das Brunftverhalten der Hirsche und Hirschkühe
und ließ es zur Freude der Gruppe von den Männern (hier Hirsche) vorspielen.
Die Hirschkühe (hier Frauen) hatten schon eine Gruppe gebildet.

Bevor im Wildgehege gefrühstückt wurde, konnten die zahmen Tiere gefüttert werden.

Während noch Löwenzahnzucker und Knoblauchsrauckensalz hergestellt wird, bastelt andere schon eine
Kette aus Geweihscheiben und Perlen.

Mit hübschem Schmuck für sich oder die Enkelkinder ging es nach einem erlebnisreichen
Vormittag wieder nach Hause.



Aktualisiert ( Sonntag, den 29. April 2018 um 20:08 Uhr )