19. Januar 2019

Es war sonnig und kalt als die Tierpaten sich im Wildgehege trafen. Die Tränke für
die Tiere des Wildgeheges war zugefroren, so dass die Paten zunächst das Wasser
auf der Wanne zerschlugen, so dass die Tiere wieder Wasser trinken konnten.

Das Damwild stand still und starr im hinteren Teil der Wildgeheges. Noch extremer als
das Sikawild nutzt das Damwild dies im Winter als Überlegensstrategie in der freien Natur
und verhält sich auch so im Wildgehege. Es senkt seine Köpertemperatur und
den Herzschlag, bewegt sich möglichst wenig und verbraucht so kaum Kalorien. Der
Tisch in der freien Natur ist im Winter für die Waldtiere nicht so üppig gedeckt.
Das Sikawild kam zwar zu den Kindern, doch mehr aus Neugierde, aus der Hand fressen
wollte es kaum.

Unsere Waldlehrerin Andrea Hirsch erzählte vom Verhalten der Eichhörnchen im
Winter. Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf sondern Winterruhe und legen
im Herbst Vorräte für die kalte Jahreszeit an, indem sie Nüsse und Samen im
Boden verstecken. Die Tiere graben vor allem Nüsse in die Erde ein
und finden sie dank ihrer guten Nase später oft wieder.

Die Tierpaten waren dann die Eichhörnchen und versteckten fünf Erdnüsse im
Wildgehege. Wer fand seine Nüsse anschließend wieder? Waren sie noch an
ihrem Ort oder hatte ein anderes "Eichhörnchen" sie bereits gefunden?

Wie in der Natur fanden nicht alle "Eichhörnchen" ihre Wintervorräte wieder.

Im Wildgehege gab es überall etwas zu entdecken. Die Kinder konnten wieder
im gesamten Wildgehege umherlaufen, da jeder Baum im Dezember 2018
begutachtet und die Gefahren beseitigt worden waren.

Leni hatte eine Taubenfeder gefunden. Gegen die Sonne gehalten wurde aus der
grauen Feder eine Feder in Regenbogenfarben.

Überall im Wildgehege lagen unter den Eichenbäumen bereits gekeimte Eicheln.
Durch das Verstecken der Nahrung leisten auch Eichhörnchen einen
wichtigen Beitrag zur Verbreitung verschiedener Baumarten, da sie ja nicht alle
Nüsse wiederfinden.

Pfeifen mit dem Hut der Eichel ist ein Trick, den Andrea Hirsch vorführte.
Es erforderte jedoch etwas Übung, um den lauten Ton erzeugen zu können.

Aus den Hütchen der Eicheln hatte der Frost kleine Kunstwerke gezaubert.

Es war spannend: Welche Formen waren auf der Rückseite der Eisscheibe?
Tische, Stühle, Bänke, ein Labyrinth ... Da waren der Fantasie keine Grenzen
gesetzt.

Einige gefundene Schätze wurden mitgenommen.

Spannend, was die Wärme des Feuers mit den Eisscheiben gemacht hatte.

Futter für die Vögel im Winter: Geschmolzenes Pflanzenfett vermischt
mit Vogelfutter wurde in Kiefernzapfen gedrückt. An Bäumen und Sträuchern
aufgehängt ein leckeres Winterfutter für die Vögel.

Ein warmes Getränk tut bei der Kälte allen gut.

Aktualisiert ( Montag, den 21. Januar 2019 um 19:32 Uhr )