Das Wildgehege entstand im Jahre 1969 nach dem Bau der Siedlung Deininghausen. Die Stadt Castrop-Rauxel hatte das Grutholz 1963 erworben und begonnen, den Wald als größtes stadtnahes Erholungsgebiet zu erschließen. Das Gehege ist etwa 4 ha groß. Es umschließt neben Wald- auch Grünflächen und gibt dem Wild genügend Möglichkeiten zum Rückzug. 1969 beherbergte es zehn Stück Damwild.

Foto: Am Wildgehege Grutholz im Januar 1975

2004 drohte das Aus für das Gehege. Die Stadt wollte aus finanziellen Gründen Waldflächen verkaufen und das Wildgehege schließen. Drei Bürgerinnen wollten sich damit nicht abfinden. Nachdem im März 2004 ein Bürgerantrag zum Erhalt des Geheges vom Rat abgelehnt worden war, führten sie mit der Frage: „Soll das Wildgehege im Grutholz erhalten bleiben?“ ein Bürgerbegehren durch. Mit Hilfe zahlreicher Bürger wurden 7751 Unterschriften gesammelt. Ein beeindruckendes Votum, an dem der Rat der Stadt nicht vorbeikam. Im Juli 2004 stimmte der Rat der Stadt einstimmig für den Fortbestand des Geheges.

Die Bürger gründeten den gemeinnützigen „Förderverein Wildgehege Grutholz e.V.“. Die Tiere haben wieder eine Zukunft und die Menschen, darunter viele Familien mit Kindern, die Möglichkeit naturnaher Erholung.

Der Förderverein unterhält das städtische Gehege. Bürger übernehmen ehrenamtlich die Pflege und Fütterung der Tiere und halten das Gehege in Ordnung. Die Kosten bestreitet der Verein aus Spenden, Mitglieds- und Patenbeiträgen sowie aus dem Erlös von Aktionen.