Lichterreise

16. Januar 2010
Das Grutholz wurde zum Märchenwald

LichterreiseManchmal geschehen im Grutholz magische Dinge. Wenn Kerzen durch das Dickicht flackern, Fackeln die Wege erleuchten, kann man kleine Kobolde und Gnome sehen wie sie sich an Baumwurzeln schmiegen. Und mitten drin staunende Kinder und faszinierte Erwachsene, die sich auf eine märchenhafte Reise begeben. Am Wegesrand bewegen sich plötzlich Märchenfiguren, Elfen tanzen, ein Troll taucht auf und engelsgleich schwebt eine wunderschöne Melodie vom anderen Ufer des zugefrorenen Teiches herüber.

Am Samstag, dem 16. Januar 2010, verwandelte sich das Grutholz rund um das Tiergehege für einen Abend in einen stimmungsvollen Märchenwald. Eingeladen hatte der Förderverein Wildgehege seine Mitglieder, die Tierpaten und deren Freunde. Gekommen waren weit über 200 Kinder und Erwachsene, die auf einem stimmungsvoll hergerichteten Pfad rund um das Wildgehege einen märchenhaften Winterwald erlebten. Marianne Scheer, die Vorsitzende des Fördervereins, war überwältigt vom Zuspruch. „Als sich immer mehr Interessenten anmeldeten, mussten wir kurzerhand den Hexenrat um Unterstützung bitten“, erzählt sie augenzwinkernd. So kam es schließlich, dass neben der Hexe Waldburga auch die Hexe Petrosilia die Besucher in zwei Gruppen über die schneebedeckten Waldwege führte.

Vom AWO-Kindergarten aus folgten die Teilnehmer den Hexen und den vielen brennenden Kerzen, die im verschneiten Grutholz durch das Geäste schimmerten. Zuvor hatte ihnen die Hexe Waldburga „Hexenregel Nummer eins“ eingebläut: „Hexen dürfen im Wald nicht überholt werden.“ Denn wer eine Hexe auf ihrem Weg durch den Wald überholt, „der wacht am anderen Morgen mit einer dicken Warze auf der Nase auf.“ Folgsam scharrten sich die Kinder hinter der Hexe und begaben sich auf die Lichterreise zu den verwunschenen Plätzen rechts und links am Wegrand. „Schaut bei den Lichtern genau hin, ob ihr Kobolde oder verwunschene Wesen seht,“ erzählten Waldburga und Petrosilia: „Wenn diese Menschen sehen, erstarren sie meist sofort.“ Und tatsächlich, man sah im Lichtschein viele erstarrte Gnome, rechts und links des Weges und viele zauberhafte Wesen.

Da trafen sie auf die Seufzerprinzessin, die trotz ihres wunderschönen Kleides, das geheimnisvoll im Kerzenschein glitzerte, und all der Geschenke, die sie von ihrem Vater, dem König, bekam, nicht froh werden konnte. Erst als sie einer Gruppe von jungen Mädchen begegnete, die schwatzend und lachend am Spinnrad saßen, fand auch sie ihr frohes Lachen wieder.

LichterreiseFrau Holle wollte ungesehen durch den Wald schreiten und Häuser, Menschen und Tiere segnen. Wer sie aber störte, dem raubte sie das Augenlicht, für ein Jahr.

Ein Mann suchte am Ende des Regenbogens vergeblich den dort vermuteten Schatz, ehe er begriff, dass er selbst und alle anderen Menschen der Schatz sind.

Am Ende der Märchen brauchte die Hexe nur die Worte zu sagen: „Und wenn sie nicht gestorben sind … “ und gleich fielen Groß und Klein ein: … dann leben sie noch heute.“

An insgesamt acht Stationen erzählten und spielten zwanzig Jugendliche vom EBG, ASG und vom Mallinckrodt-Gyminaium Dortmund unterschiedliche Märchenszenen.

Besonders beeindruckten die zehn tanzenden Elfen beim Ball des Elfenkönigs und die singende Sternenjungfrau Anastassia (19), die mit ihrer elfengleichen Stimme den Winterwald erfüllte und die Menschen ergriffen zuhören und zuschauen ließ.

Am Ende der Lichterreise, als zwei Nachwuchshexen mitten im Gehege noch einen geheimnisvollen Wunschpunsch brauten, in den sie allerlei gute Wünsche für Mensch und Tier mit hinein rührten, waren sich alle einig: „Es war ein wundervolles Erlebnis - für Jung und Alt.“

 


Termine

 

 

Treffen der Tierpaten

am Samstag,

2. Sept. 2017


Herbstaktion

Am Sonntag,

8. Oktober 2017,
von 14.00 bis 16.00 Uhr,