Kräutertag im Wildgehege

Sonntag, 2. August 2015

 

Unterwegs mit Andrea Hirsch

 

Wir, Freunde und Mitglieder des Fördervereins, waren am Sonntagmorgen mit unserer Waldlehrerin Andrea Hirsch unterwegs, um in der Nähe des Wildgeheges nach Wildkräutern zu suchen für eine gemeinsame Mahlzeit im Wald. Im Wildgehege selbst gibt es wenig zu finden, bis auf Minze und ein paar Brennnesseln schmecken den Tieren die Wildkräuter einfach zu gut.

Nach der Begrüßung mit einem köstlichen Sommergetränk (Sekt mit Holunderblütensirup) machten wir uns auf den Weg, nicht ohne ein paar Regeln zu beachten:

Nicht in der prallen Mittagssonne Kräuter pflücken. Der beste Zeitpunkt ist vormittags oder am späten Nachmittag.

Nur so viel sammeln, wie man benötigt – ein Teilbestand der Pflanze sollte immer stehen bleiben, damit sie auch im nächsten Jahr wieder nachwachsen kann.

Sicher nach Hause bringt man Wildkräuter am besten locker in einem Korb, einer Schüssel oder in einer Stofftasche – in der Plastiktüte verderben Pflanzen schnell.

Beim Trocknen von Kräutern immer den Namen dazuschreiben, denn nicht immer erkennt man anschließend, um welches Kraut es sich hier handelt.

 

WiesenbärenklauAndrea Hirsch kennt sich nicht nur aus, welche Wildkräuter essbar sind, sie weiß zu vielen Kräutern auch eine nette kleine Geschichte oder einen Spruch, so dass sich die Teilnehmer den Namen der Pflanze besser merken können. Beispielsweise: "Stängel kantig rau - Wiesenbärenklau".

Außer Wiesenbärenklau finden wir Gundermann, Mädesüß, Löwenzahn, Breitwegerich, Vergissmeinnicht, den stinkenden Storchenschnabel (Ruprechtskraut), Wasserpfeffer (Pfefferknöterich), Wasserdost, Weidenröschen, Taubnesseln, Beinwell, Beifuß, Wiesenkerbel, Knoblauchrauke, Gamander Ehrenpreis, Huflattich, Giersch und natürlich auch Brennnesseln und Disteln. Ein paar Walderdbeeren, Brombeeren und Vogelbeeren werden unser Waldmahl bereichern.

Andrea Hirsch erklärt, dass die Vogelbeeren entgegen des Volksglaubens nicht giftig sind. Die Beeren enthalten zwar Parasorbinsäure, die zu Magenproblemen führen kann. Durch Kochen wird die Parasorbinsäure jedoch zu Sorbinsäure abgebaut, die gut verträglich ist.

GundermannDirekt am Eingang zum Wildgehege wächst Gundermann. Wir erfahren, dass der Gundermann in der Hausapotheke u. a. einsetzbar ist bei Eiterungen. Wir sammelten ihn jedoch für unser Menü. Im Volksglauben sollte Gundermann „hellseherisch“ machen. Wer in der Walpurgisnacht Gundermann bei sich trug, sollte die wahre Liebe sowie auch Hexen erkennen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Löwenzahn konnten wir für fast alle Gänge des Wildkräutermenüs gebrauchen. Er ist roh und gekocht überall einsetzbar. Blüten, Blätter und auch die Wurzeln können in der Küche gebraucht werden. Aus der Löwenzahnwurzel kann ein Magenbitter hergestellt werden der den Stoffwechsel unterstützt. Dieser natürliche Fitmacher ist aus der Wildkräuterapotheke nicht wegzudenken.

Wir haben gesucht, geschaut und schließlich gepflückt und vor allen Dingen eine Menge gelernt. Der Breitwegerich etwa gilt als die Notfallapotheke des Waldes, er hilft bei Insektenstichen oder auch bei Kontakt mit Brennnesseln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wobei auch diese nicht zu verdammen sind, wie Andrea Hirsch klarstellt. Die wehrhaften Pflanzen sind nicht nur bei Schmetterlingen beliebt, sondern schmecken auch – direkt am Wegesrand probiert – nach Gurke. Hierzu das Blatt fest am Stiel anfassen. Mit der anderen Hand das Blatt zwischen die Finger nehmen und fünf Mal von oben nach unten über das Blatt streichen. Anschließend das Blatt zusammenfalten und in den Mund stecken. So brennt die Nessel nicht, da die piksenden Härchen entfernt wurden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zurück im Wildgehege machten wir uns daran ein Menü zuzubereiten:

Aperitif:

Minze – Kräuter – Smoothie

Suppe:

Neunkräutersuppe

Hauptgericht:

Nudeln mit Giersch-Pesto

Domades mit grünen Schuhsohlen und Blumenstraußsalat

Vogelbeermus mit überbackenem Camembert

Nachspeise:

Blütenkekse

Getränke:

Wald- und Wiesenbowle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zutaten, die auch für die Tiere des Wildgeheges eine willkommene Abwechslung zum sonstigen Speiseplan waren. Nur mit Mühe und mit Wildfutter für die Tiere an anderer Stelle des Geheges konnten wir sie vorübergehend von der Kräuterküche fern halten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dort wurde fleißig geschnippelt, püriert, gestampft, gekocht und gebraten. Jana stampfte in einem Butterfass die Sahne so lange, bis sie Butter für die Blütenkekse erhielt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als das grüne Menü aufgetischt wurde, war man doch bei einigen Gerichten etwas skeptisch, ob es denn auch schmecken würde. Eigentlich waren wir alle überrascht, wie gut dieser grüne Smoothie schmeckte. Die würzige Neunkräutersuppe oder die mit Reis, Giersch und Knoblauchrauke gefüllten Huflattichblätter (Domades), der leckere Blumenstraußsalat und ein köstliches Giersch-Pesto mit Nudeln. Die Blütenkekse waren nicht nur schön anzusehen, sondern auch besonders lecker.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir waren uns einig, eine köstliche Abwechslung zu den Alltagskräutern. Wir freuen uns auf den nächsten Wildkräutertag mit Andrea Hirsch und werden bis dahin unseren heimischen Speiseplan um einige Kräuter bereichern.

 

Aktualisiert ( Dienstag, den 04. August 2015 um 10:46 Uhr )

 

Besuch im Wildgehege

9. Juli 2015

 

Fünfzehn Kinder der Kita Kinderplanet e.V. besuchten heute das Wildgehege. Die "Großen" waren von der Dornbachstraße in Rauxel durch den Wald bis zum Wildgehege gelaufen. Die "Kleinen" fuhren bis zum evangelischen Krankenhaus mit dem Bus und schlossen sich dann den Wanderern an. Das erste Foto wurde im Holzhaus der Fangstation gemacht, da pünktlich mit der Ankunft der Kinder im Wildgehege ein Regenschauer einsetzte.

Als es aufhörte zu regnen kam der Sikahirsch mit dem Namen Star sofort zu den Kindern und ließ sich von ihnen streicheln. Eigentlich hatte er Futter erhofft.

Der Pfau Paul machte noch einmal besonders auf sich aufmerksam, indem er ein Rad schlug.

Zum Füttern der Tiere ging es dann hinter die Absperrung, damit auch die kleinsten Kita-Kinder ungestört füttern konnten.

Aktualisiert ( Donnerstag, den 09. Juli 2015 um 14:47 Uhr )

 

Aktionstag 2015

20. Juni 2015

 

Petrus stand eindeutig auf der Seite des Fördervereins! Jede graue Regenwolke wurde weggeschoben und zwischendurch kam sogar mal die Sonne hinter den Wolken hervor. Im Wildgehege Grutholz fand das Sommerfest statt, zu dem Jung und Alt eingeladen waren. Eine besondere Attraktion war wieder das offene Wildgehege. Wenn die großen Hirsche und Hirschkühe aus den kleinen Händen fressen, dann ist das für die Kinder immer ein besonderes Erlebnis.

Ein Fütterspaß für die ganze Familie.

Cedrik verkaufte soviel Futter, dass am Montag für die Tiere ein Diättag eingelegt werden muss. Cedrik ist übrigens einer der ersten Tierpaten des Wildgeheges und seitdem bei den Festen des Wildgeheges immer als Helfer dabei.

Nicht nur für das leibliche Wohl der Tiere wurde gesorgt. Auch für die Besucher gab es reichlich zu futtern:

Allen Kuchenbäckerinnen und Kuchenbäckern gilt hier der besondere Dank des Fördervereins. Der Kuchen war wie immer besonders lecker!

Das eingespielte Team von der Kuchentheke hatte viel Auswahl für den süßen Zahn.

Für den, der es herzhafter wünschte, gab es Gegrilltes und Reibekuchen.

Galt es im Wildgehege den Bauch der Hirsche mit Mais und Pellets zu füllen, so wurde am Basteltisch der Bauch der Hirsche mit Bast bespannt.

Als Reh oder Hirsch geschminkt und mit Spielkarte ausgestattet, konnte man dann Geschicklichkeit und Können bei der Wildfütterung im Klettergerüst, beim Wurfgolf, mit der Zittermurmel oder gar auf der Slackline im Wildgehege unter Beweis stellen.

Bei den Kinderaktionen helfen von Jahr zu Jahr immer mehr "Alttierpaten" mit. Sina (auf dem Foto links) war eine der ersten Tierpatinnen im Wildgehege.

Das Team von der Tombola sorgte dafür, dass die Gewinner strahlten.

Finja war einmal Tierpatin im Wildgehege. Hier verkauft sie die Tombolalose für die Kinder.

Auch in diesem Jahr war die Übergabe der Patenbriefe für die neuen und alten Tierpaten ein besonderer Höhepunkt des Aktionstages. Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren können an den Treffen der Tierpaten teilnehmen.

Wie in jedem Jahr übernehmen die Kindertagesstätten der AWO in Deininghausen (Abordnung Foto oben) und die Kindertagesstätte des ev. Krankenhauses (Foto unten) eine Tierpatenschaft über die Tiere des Wildehgeges.

Jüngste Tierpatin ist mit fast drei Jahren Paulina. Ihr Patentier heisst Moritz und ist ein schwarzer Damhirsch. An den Patentreffen teilnehmen wird sie noch nicht.

Nach Übergabe der Patenbriefe waren für das Gruppenfoto gerade noch elf Tierpaten anwesend. Die anderen 13 waren schon wieder im Wildgehege oder bei den Kinderaktionen.

Zum Gelingen des Festen haben wieder Helferinnen und Helfer aller Altersgruppen beigetragen. Der Förderverein bedankt dafür bei allen ganz herzlich.

Eindrücke vom Wildgehegefest im Video bei Ruhr-Nachrichten online: "So war das Sommerfest im Wildgehege Grutholz"

http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/castrop/Eindruecke-im-Video-So-war-das-Sommerfest-im-Wildgehege-Grutholz;art934,2743695

Aktualisiert ( Samstag, den 27. Juni 2015 um 19:33 Uhr )

 

Ein erlebnisreicher Nachmittag für Jung und Alt

 

 

 

Aktualisiert ( Freitag, den 19. Juni 2015 um 12:30 Uhr )

 

Neue Sperren für Schmaltiere und Spießer

10. Juni 2015

 

Während die ersten Kälbchen dieses Jahres sich munter im Wildgehege tummeln

sorgen Mitglieder des Förderverein dafür, dass diese Tiere im kommenden Jahr nicht im inneren Absperrgitter hängen bleiben. Sowohl die Damwild- als auch die Sikawildkälber und -hirschkälber springen gerne durch die senkrechten Stäbe der Gitter ins Innere der abgetrennten Fläche. Auf dem selben Weg geht es zurück ins Gehege. Doch wenn aus den Kleinen nach einem Jahr Spießer und Schmaltiere geworden sind, passt ihr Hinterteil nicht mehr durch die Stäbe. So ist es in der Vergangenheit zwei Mal passiert, dass ein Schmaltier mit dem Hinterteil im Gitter festsaß und aus eigener Kraft sich nicht befreien konnte. In der Not wollten die Fluchttiere nach vorne laufen und konnten nur durch unsere Hilfe befreit werden.

Damit dies in Zukunft nicht mehr passieren kann, verkleinerten Vereinsmitglieder die Öffnungen der Gitter, indem sie einen Eisenstab quer an die Gitterstäbe schweißten.

Metall im Wald ist nicht schön. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Absperrgitter sehr hilfreich sind. Besucherkinder, die vorher noch nicht mit den Tieren in Berührung kamen, können sich so langsam an die Tiere gewöhnen, indem sie die Tiere füttern und das Absperrgitter dazwischen steht. Das gibt Sicherheit. Es ist die Ausnahme, dass Kinder anschließend nicht gerne auch ins Gehege gehen und die Tiere dort füttern.

Mit grüner Farbe gestrichen, sollen sich die Metatllgitter etwas besser der Umgebung anpassen. Es ist viel Arbeit, doch der Anfang ist gemacht.

Aktualisiert ( Mittwoch, den 10. Juni 2015 um 20:38 Uhr )

 
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Termine

 

Treffen der Tierpaten

am Samstag,

20. Januar 2018