Wanderer im Wildgehege

17. Mai 2015

 

Bei herrlichem Sonnenschein trafen sich am Sonntag fröhliche Wandererinnen und Wanderer des Sauerländischen Gebirgsvereins Dortmund-Ardey zu einer kleinen naturkundlichen Wanderung mit Andrea Hirsch. Treffpunkt war das Wildgehege Grutholz.

Von hier aus ging es vorbei am Spielplatz Richtung Deininghauser Bach. Rechts und links des Weges gab es viel zu entdecken. Essbare Wildpflanzen wie die Knoblauchrauke Das klebrige oder Kletten-Labkraut, das als Arzneipflanze und als Wildgemüse verwendet wird. Ganz einfach ist daraus aber auch ein schöner Kopfschmuck zu binden. An einer Weinbergschnecke lief Andrea Hirsch nicht vorbei. Weinbergschnecken kommen vor allem auf kalkreichen, nicht zu trockenen Böden vor. Andrea Hirsch stellte sie vor.

Gundermann mit seinen lila Blüten wuchs am Wegrand. Die Laubblätter sind kreuzgegenständig angeordnet. Gundermann auch Gundelrebe genannt, ist eine Bereicherung für Hausapotheke und Küche.

Mit einer Schlüsselspitze zeigte Andrea Hirsch an einer Taubnesselblüte eindrucksvoll, wie die Bestäubung mit Lippenblütern erfolgt. Natürlich kannte sie auch eine Geschichte zu den „Feenschuhen“ der Taubnesseln und den Farben der Vergissmeinnicht (blaue Blütenblätter wie die Farbe des Himmels und einen goldenen Kelch wie das Sonnenlicht). Beinwell, Wiesenkerbel und Giersch wuchsen üppig am Wegrand und blieben bei der naturkundlichen Wanderung nicht unerwähnt.

Beinwell gehört zu den Heilpflanzen, es tut den Beinen gut! Wiesenkerbel ist gut geeignet für den Wildpflanzensalat ebenso wie Giersch. Gegen Giersch im Garten, so Andrea Hirsch, kann man nur annessen, denn dort wo er sich einmal ausgebreitet hat, bekommt man ihn so leicht nicht weg. Der Giersch ist als ausgesprochenes Vitamin-C-Kraut bekannt, in ihm sind vierzehn Mal so viel Vitamin C wie in einem Salat.

Weiter ging es zum Deininghauser Bach, wo sich Gänseblümchen und Löwenzahn breit machten. Der absolute Hit waren die Gänseblümchen-Ohrstecker. Löwenzahnmilch auf‘s Ohrläppchen und dann eine Gänseblümchen-Blüte draufhalten – fertig ist der geblümte Ohrschmuck, der sich über Stunden hält! (Man kann die Löwenzahnmilch auch auf die Rückseite der Blüte geben und dann auf das Ohrläppchen drücken.) Auch andere kleine Blüten wie Hahnenfuß eignen sich als Ohrstecker.

Der Weißdorn am Bach stand in voller Blüte. Das Weißdorn Natur-Tonikum ist ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel. Es wird angewendet zur Herzstärkung, zur Unterstützung der Herz-Kreislauf-Funktion.

Wandern ist eine Freizeitbeschäftigung und eine sportliche Tätigkeit, die man praktisch in jedem Alter machen kann, so lange die Gesundheit mitspielt. Ich war aber doch erstaunt, als ich erfuhr, dass zwei Wanderinnen bereits 87 Jahre alt sind und andere das 80. Lebensjahr bereits hinter sich gelassen haben.

Der Wanderweg führte am Deininghauser Bach entlang zurück zum Wildgehege, nicht ohne weitere Wildpflanzen zu entdecken.

Im Wildgehege warteten nicht nur der weiße Damhirsch Hans-Hubert & Co. sondern auch ein zweites Frühstück auf die Wanderer und Wanderinnen.

Wir vom Förderverein Wildgehege haben uns gefreut über den Besuch.

Wir wünschen euch die Unverwüstlichkeit, Tatkraft und Lebensfreude, die
im Löwenzahn steckt.
Wir wünschen euch die tiefe Verwurzelung einer Ringelblume.
Wir wünschen euch die Geselligkeit des Huflattichs, der nie alleine wächst.
Wir wünschen euch die Lebensfreude und Kraft der Sonne, die das
Johanniskraut in euch wecken kann.
Wir wünschen euch die Hartnäckigkeit der Brennnessel, die als Unkraut gilt, sich
schwer vertreiben lässt und sich zu wehren weiß.
Wir wünschen euch die Beruhigung und Entspannung, die die Melisse und
der Baldrian schenken.
Wir wünschen euch Wachstum, Gesundheit und
Freude an allem, was wächst und blüht.

(Jutta Schnitzler-Forster)

Bis zum nächsten Mal in Castrop-Rauxel und in unserem Wildgehege

Marianne Scheer

Aktualisiert ( Sonntag, den 31. Mai 2015 um 17:25 Uhr )

 

Wenn nachts im Wald das Käuzchen ruft

15. Mai 2015

 

Tierpaten übernachteten im Wildgehege Grutholz

 

Wenn sich die Nacht über das Wildgehege Grutholz legt, dann verschwinden alle Farben. Dann braucht man geschärfte Sinne, um sich im Wald nicht zu verlaufen. Diese Erfahrung machten am letzten Wochenende 23 junge Tierpaten, als sie zum Abschluss ihrer Patenschaft eine aufregende Nacht im Gehege verbrachten.

Unter der Anleitung von Waldlehrerin Andrea Hirsch wanderten die Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis elf Jahren durch das Wildgehege. Sie erfuhren, warum der Elefant trotz seiner dicken Füße einer der leisesten Schleicher im Tierreich ist, lernten wie die Indianer sich möglichst geräuschlos im Wald bewegen und probierten aus, wie Bäume Schallwellen übertragen können, um so Tiere vor ihren Feinden zu warnen, ja das sogar menschliche Worte durch dicke Buchenstämme wie in einem Baumtelefon übertragen werden können.

Höhepunkt der Nachtwanderung war dann die Mutprobe, wo die Kinder allein oder zu zweit durch den Wald liefen und nur gelenkt durch die Rufe eines Waldkauzes und eines Glockenfrosches ihren Weg finden mussten, um schließlich wieder zum Lagerfeuer zu gelangen. Dort gab es noch eine Gute-Nacht-Geschichte zu hören, ehe sich die Kinder weit nach Mitternacht in ihre Schlafsäcke kuschelten.

Der aufregende Tag im Wildgehege hatte mit dem Füttern der Patentiere begonnen. In den letzten Wochen hatten die Hirsche ihr Geweih abgeworfen, bei einigen konnte man schon die Ansätze des neuen Geweihs erkennen, das in den nächsten einhundert Tagen wieder zu voller Größe wachsen wird. Etlichen Hirschkühen konnte man schon deutlich ansehen, dass sie in den nächsten Wochen Nachwuchs erwarten.

Später streifen die Kinder durchs Wildgehege, um anhand einer Liste Gegenstände zu sammeln, aus denen man einen Traumfänger basteln konnte. An einer Leine neben der Holzhütte aufgehängt, sollten sie schließlich böse Träume von den Kindern fernhalten.

Als sich die Dämmerung ankündigte wurde ein Lagerfeuer angezündet. Die Zündfunken dazu wurden von den Kindern stilecht aus einem Feuerstein geschlagen.

Gemeinsam wurde Stockbrot gebacken. Als Nachtisch gab es Schokoladen-Muffins vom Lagerfeuer. Als „Backform“ dienten ausgehöhlte Apfelsinenschalen, die ihr Aroma auf den Schokoladenteig übertrugen. So gestärkt konnte es zur Nachtwanderung gehen.

Am Samstagmorgen waren die meisten Kinder wieder früh auf den Beinen. Zum Frühstück wurde wieder das Lagerfeuer entfacht. Das Feuer und der warme Tee zum Frühstück wärmte nach der kalten Nacht die Kinder wieder auf. Auch das Glas mit der Nutellacreme musste kurz am Lagerfeuer erwärmt werden, da die Creme bei den niedrigen Temperaturen zäh geworden war.

Schön, dass Elisabeth obwohl sie am Samstag Geburtstag hatte, mit uns im Wildgehege übernachtet hat. Nach einem Geburtstagsständchen gratulierten ihr alle ganz herzlich und aßen schon zum Frühstück den von Elisabeth mitgebrachten Geburtstagskuchen.

Gegen neun Uhr schließlich konnten die Eltern ihre Kinder wieder in Empfang nehmen, die meisten noch ein wenig müde aber glücklich und voller neuer Erlebnisse nach einer aufregenden Nacht im Wald.

Aktualisiert ( Dienstag, den 19. Mai 2015 um 17:34 Uhr )

 

Kindergartenkinder erleben die Tiere hautnah

15. Mai 2015

Für viele war es der erste Besuch im Wildgehege Grutholz. Der Förderverein des katholischen Kindergartens in Dortmund-Bodelschwingh hatte zu dem Besuch des Geheges eingeladen.

Zunächst wurden die Tiere mit Abstand hinter dem Absperrgitter gefüttert. Doch dann ging es ins Gehege.

Schnell waren die Kinder mit den Tieren vertraut.

Aktualisiert ( Montag, den 18. Mai 2015 um 22:01 Uhr )

 

Muttertag im Wildgehege

10. Mai 2015

Bei wunderschönem Wetter besuchte die Bochumer Familiengruppe am Muttertag das Wildgehege. Die meisten Kinder kannten das Wildgehege schon aus früheren Besuchen.

Besonders spannend war natürlich, wenn die großen Tiere aus den kleinen Händen fraßen.

Die Kleinen versorgten die großen Tiere auch mit Raufutter (hier Heu).

Hier die jungen Wildgehegebesucher beim Fegen des Futterplatzes.

Nach dem Füttern wurde gemeinsam ein Waldsofa gebaut. Für das Sofa war den Kleinen kein Ast zu schwer.

Auf dem selbstgebauten Sofa konnte man dann gut sitzen und zuhören, denn es gab viel über die Tiere des Wildgeheges zu erzählen.

Wölkchen, der Sohn von dem weißen Damhirsch Hans-Hubert, war die drei Tage vor Muttertag mit nur einer Geweihstange herumgelaufen.

Am Muttertag hatte er nun als letzter Hirsch im Wildgehege seine zweite Geweihstange abgeworfen. Ich erzählte den Kinder von den zahlreichen Anrufen, die ich während dieser drei Tage von besorgten Menschen erhielt, da sie glaubten, dass der Hirsch sich verletzt habe und dabei eine Geweihstange verloren habe. Doch es ist "the same procedure as every year".

 

Aktualisiert ( Montag, den 18. Mai 2015 um 21:27 Uhr )

 

Tierpaten arbeiten im Wildgehege mit

25. April 2015

 

Petrus hat ein Einsehen! Er schickt uns zwar nicht die Sonne zum Arbeitseinsatz im Wildgehege aber es bleibt weitgehend trocken. Alle sind zum Helfen gekommen. Die Tierpaten, Väter und Mütter der Tierpaten sowie Mitglieder und Nichtmitglieder des Fördervereins, kurz - alle die Zeit und Lust haben, am Samstagmorgen im Wildgehege zu arbeiten.

 

Die Tierpaten füttern zunächst die Tiere. Die Tiere sehen zur Zeit etwas strubbelig aus, da sie ihr Winterfell gegen das Sommerfell austauschen.

Bis auf die Damhirsche Luca und Wölkchen haben inzwischen alle Hirsche ihr Geweih abgeworfen. Die alten Hirsche werfen ihr großes Geweih eher ab als die jüngeren. Bis Ende Mai haben sich meist alle Tiere von ihrem Geweih befreit und das neue Geweih beginnt mit dem Wachstum. Während des Wachstums ist es von einer weichen, gut durchbluteten Basthaut überzogen. Im September, nach gut 100 Tagen, ist das Geweih wieder fertig. Besucher des Wildgeheges sind manchmal entsetzt und glauben, dass wir den Hirschen das Geweih abgesägt haben.

Die Tierpaten suchen nach abgeworfenen Geweihstangen und werden fündig!

Im hinteren Bereich des Wildgeheges räumen die Erwachsenen auf. Es sind immer noch die Nachwehen des Pfingsturmes Ela von vor fast einem Jahr.

Pfau Paul, vorne links im Bild auf der Baumwurzel, überwacht die Sägearbeiten.

Leider hat der Sturm Ela rücksichtslos gewütet. Er wählte nicht nur die kranken Bäume aus, die er entwurzelte, so dass das Grünflächenamt der Stadt Castrop-Rauxel im vorderen Wildgehegebereich am 22. April drei kranke Bäume fällen ließ. Die dicken Baumstämme wurden dirket zur Vermarktung herausgezogen. Das zurückgelassene Kronenholz räumen hier die fleißigen großen und kleinen Helfer auf Stapel und Reisighaufen.

Im Bereich des neues Futterautomaten hatten wir schon direkt nach dem Aufbau Schotter auf dem Waldboden aufgebracht, damit man trockenen Fußes den Automaten erreichen konnte. Der Schotter war zu grob für Menschen mit Gehbehinderungen, so dass die Patenkinder den Schotter nun mit Rindenmulch abdecken.

Jetzt wird auch noch den Futterautomat aufgefüllt. Tierpaten sorgen dafür, dass im Wildgehege alles in Ordnung ist.

Während die Tierpaten emsig arbeiten, sind auch die Väter fleißig. Mehr als sieben Tonnen Schotter müssen eingebaut werden. Durch den neuen Futterautomaten wird auch der zweite Futtertisch häufig genutzt, so dass die Tiere dort 25 cm Waldboden weggetreten haben. Es hat sich am anderen Futtertisch bewährt, dass wir dort in der Vergangenheit Schotter eingebaut haben. Der Schotter wird nicht weggetreten und es ist in der feuchten Jahreszeit nicht ganz so matschig im Bereich der Tische. Der Schotter wird mit Rindenmulch abgedeckt damit die Tiere darauf besser laufen können.

Arbeiten macht hungrig. Die gute Fee an der Frühstückstheke hat dafür gesorgt, dass keiner hungrig nach Hause gehen muss.

Aktualisiert ( Sonntag, den 03. Mai 2015 um 08:42 Uhr )

 
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Termine

 

Treffen der Tierpaten

am Samstag,

20. Januar 2018

14.00 bis 16.00 Uhr

Das Treffen der
Tierpaten muss
verschoben werden,
da die Wälder bis
zum 28.01.2018
gesperrt sind.