Kinder, Tiere und Poeten

29. November 2014

 

Treffen der Tierpaten

 

Im Schaukasten am Wildgehege fanden sich die Tierpaten mit ihren Patentieren.

Dann begann der Patennachmittag jedoch mit einem kleinen Tier.

Eine Mäusefamilie hatte sich unter einem Abfallbehälter eingenistet und guckte vorwitzig aus dem Wasserablaufloch heraus. Ganz in der Nähe ist die Futterstelle für die Tiere des Wildgeheges, so dass bestimmt immer mal das ein oder andere Korn für die Mäuse auf den Waldboden fällt.

Das Füttern der Tiere macht immer Spaß. Mit dem Winterfell ist es oft nicht einfach, das Patentier, das mit Sommerfell ausgesucht wurde, zu erkennen und wenn aus einem Spießer (1-jährig) ein junger Hirsch wird, sieht er sofort ganz anders aus. Wölkchen, der Sohn vom Damhirsch Hans-Hubert ist zwei Jahre alt und hat jetzt schon ein richtiges Geweih (rechts im Bild und unten).

Es war der Samstag vor dem ersten Advent. Wir bastelten mit den Kindern eine Adventstüte. Ein trockenes Laubblatt wird in eine Butterbrottüte gelegt. Die Blattadern müssen zu der Seite zeigen, auf der man mit einem Wachsmalstift über das Papier malt. Die Blattadern drücken sich dabei durch und wie von Zauberhand überträgt sich das Herbstblatt auf die Papiertüte. Diese Blättertechnik ist gut als Laterne geeignet. Stellt man ein kleines Glas mit Teelicht in die Tüte, so kommt das Blatt schön zur Geltung. Will man eine Adventstüte daraus machen, legt man einen Keks, einen Teebeutel,  ein Teelicht, eine Weihnachtsgeschichte und Streichhölzer in die Tüte. So kann man ein paar Minuten Advent verschenken: Handy ausschalten, Tee aufbrühen, Teelicht anzünden, Geschichte lesen und Tee und Kekse genießen ...

Unsere Waldlehrerin Andrea Hirsch zeigte, dass den Eichhörnchen im Winter an den Ohren kleine Haare als Pinsel auswachsen. Das Sommerfell ist heller als das Winterfell und auch weniger dicht. Natürliche Feinde der Eichhörnchen sind Greifvögel, welche blitzartig aus der Luft zustoßen oder der Baummarder. Die Baummarder verfolgen die Eichhörnchen durch die Bäume und sind ihnen durch ihre höhere Sprungkraft überlegen. Oftmals hilft den Eichhörnchen nur der Sprung von der Baumspitze zum Erdboden; eine Fähigkeit, die Marder nicht beherrschen.

Jetzt spielten die Kinder Eichhörnchen und Marder. Die Kinder waren die Eichhörnchen, die von einem anderen Kind, dem Marder, gefangen wurden. Sie durften bei der Jagd nur von Baumscheibe zu Baumscheibe laufen.

Nachdem der Marder die Eichhörnchen ausreichend jagten, bekamen die Kinder Erdnüsse, um sie wie die Eichhörnchen zu verstecken. (Spielverlauf siehe unter Aktuelles vom 26.11.2014 "Natur pur")

Es wurde kalt, so dass ein wärmender Kinderpunsch, Kekse und Feuer gut taten.

Als sich am Samstagnachmittag die Dämmerung über das Grutholz in Deininghausen legte, öffnete sich für die 24 Tierpaten des Wildgeheges und deren Eltern eine magische Welt: Zauberhaft verkleidete Kinder zogen sie in ihren Bann. Sieben Kinder von neun bis  16 Jahren spielten, beleuchtet vom Feuerschein, das Theaterstück „Die Gedankenpoeten“. Einstudiert hatten das Stück der Theaterpädagoge Holger Schneider und seine Frau Rebekka (Gesangspädagogin).

Mit phantasievollen Masken, gekleidet in bunten Kostümen und untermalt von zauberhafter Musik, spielten die Kinder die Geschichte von einem kleinen Mädchen, das zu Weihnachten das schönste Gedicht der Welt schreiben wollte. Doch so richtig schien es ihr nicht gelingen. Auch als sie zum Geburtstag von Ihren Tanten eine uralte Schreibmaschine geschenkt bekam, wollten ihre Gedanken nicht so richtig aufs Papier fließen. Erst als ihr ein Onkel eine Gedankenlesemaschine aus einem alten Kinderwagen, einem Regenschirm und vielen Hebeln und Zahnrädern repariert hatte, flogen ihr die richtigen Ideen zu. Diese nämlich wurden mit Hilfe eines magischen Trichters aus den Köpfen der Tierpaten abgesaugt.

So las die Maschine bei einem Kind: „Auf meinem Wunschzettel steht so viel – ich hoffe, der Weihnachtsmann ist bis Weihnachten mit dem Lesen fertig …“ oder „Meine Schwester merkt bestimmt nicht, dass ich schon alle Türen von ihrem Adventskalender geöffnet habe …“ und „Mein Geschenk soll nur so groß sein, dass es eben gerade noch ins Haus passt …“

Zum Schluss hatte das Mädchen ein wunderschönes Gedicht geschrieben, das sie der Welt schenkte, indem sie es an einem weißen Luftballon in den dunklen Nachthimmel aufsteigen ließ.

Ein ideenreiches Stück mit fantastischen Kostümen und Masken, die Rebekka Schneider hergestellt hatte. Das Wildgehege bot einen wunderschönen Rahmen für die Gedankenpoeten.

Das Theaterprojekt wurde durch die Landesarbeitsgemeinschaft NRW für Arbeit, Bildung und Kultur gefördert.

 

Aktualisiert ( Montag, den 01. Dezember 2014 um 10:24 Uhr )

 

Natur pur

26. November 2014

 

"In den Wäldern sind Dinge, über die nachzudenken
man jahrelang im Moos liegen könnte."

Franz Kafka

 

Schüler der Wilhelmschule mit der Waldlehrerin unterwegs


Mit der Waldlehrerin Andrea Hirsch "Natur pur" erleben, hieß es an den letzten drei Tagen für die drei ersten Klassen der Wilhelmschule. Petrus meinte es gut mit den Waldbesuchern, er schickte goldene Novembertage: kalt aber sonnig. Die Kinder erhielten einen Einblick in die Vielfalt des Lebensraumes Wald, in den viele Kinder nur noch selten gehen.

Zunächst wurde an einem sonnigen Platz eine Sitzgelegenheit gebaut: ein Waldsofa. Die Kinder suchten einen Stock, 50 bis 80 cm lang. Mit Stock stellten sie sich alle im Kreis auf und legten den Stock vor die Füße auf die Erde, so dass ein Kreis markiert wurde.

(Stehen die Kinder zu eng, sollten sie ruhig etwas auseinanderrücken, so dass später auch alle genug Platz zum Sitzen auf dem Waldsofa haben.) Durch die Stöcke war der Kreis nun gut sichtbar, so dass sich alle aufmachen konnten, um weiter Zweige und Äste, die am Boden liegen, zu sammeln.

Es wurde schnell klar, dass viel Stapelmaterial benötigt wird, um ein Waldsofa zu bauen, doch die Grundform der neuen Sitzgelegenheit wurde bald sichtbar.

Erste Sitzprobe auf dem Waldsofa. Die Kinder genossen nach getaner Arbeit ihr mitgebrachtes Frühstück. Hier die Klasse 1 b. Das Sofa ist gut gelungen, denn niemand sank ein.

Auf dem Waldsofa sitzend konnte man gut überlegen, wie die Tiere hießen, die die Waldlehrerin umschrieb: Schwarze Füße, weiße Schwanzspitze, frisst Mäuse, im Lied stiehlt es eine Gans ....

Das Geburtstagskind der Klasse 1 b durfte heute nicht vergessen werden. Nach dem gemeinsam gesungenen Geburtstagsständchen ließ man es hochleben.

Das man Brennesseln roh essen kann, wollten nicht alle Kinder der Klasse 1 a glauben. Die Waldlehrerin Andrea Hirsch zeigte, wie man die einzelnen Blätter am Stiel abpflückt und dann mit den Fingern von unten nach oben (vom Stiel zur Spitze) über das Blatt streicht. Mit diesem Trick verhinderte man das Brennen und konnte das Blatt zusammengerollt in den Mund stecken. Es schmeckte leicht nach Gurke, war aber nicht jedermanns Geschmack.

Obwohl schon fast Ende November, blühte noch die weiße Taubnessel. So konnten die Kinder sehen, dass die einzelnen Blüten sich gut als Feenpantoffeln eignen.

Es ist Herbst. Die Eichhörnchen wissen, dass sie im Herbst ganz viele Vorräte für den Winter sammeln müssen, damit sie ausreichend zu essen finden. Das Eichhörnchen dachte sich ganz schlau, dass es die Vorräte nicht nur an einem Ort versteckt sondern an vielen verschiedenen. Denn wenn einmal Vorratsräuber, also andere Eichhörnchen und Nagetiere ein Vertsteck finden, dann ist es nicht so schlimm, da es ja noch andere Verstecke hat.

Die Kinder waren nun die Eichhörnchen. Jedes Kind bekam sechs Erdnüsse und versteckte die sechs Nüsse an zwei unterschiedlichen Orten.

 

Der Winter kam immer näher und es wurde nachts schon empfindlich kalt. Die Eichhörnchen rollten sich in ihrem Kobel eng zusammen und bekamen Hunger. Sie machten sich auf die Suche nach einer versteckten Nuss.

Die Schulkinder machten sich nun auf den Weg, um zwei ihrer sechs versteckten Nüsse zu holen. Kinder, die keine Nüsse fanden, waren beim nächsten Durchgang Mäuse, die auf die Suche nach fremden Nüssen gingen.

Als die Eichhörnchen nach einigen Tagen wieder Hunger bekamen, suchen die Kinder weitere zwei Nüsse. Kinder die keine Nüsse fanden, wurden zu Mäusen. Beim Suchen der letzten zwei Nüsse fanden nur noch ein Drittel der Kinder ihre Nüsse wieder. Die anderen Nüsse hatten die Mäuse geklaut.

So zeigt sich, dass die Eichhörnchen nicht alle den Winter überleben. Im nächsten Frühjar jedoch, werden wieder neue Eichhörnchen im Kobel ihrer Mütter geboren.

Während das Eichhörnchen nur eine Winterruhe hält und gelegentlich das Nest zur Nahrungssuche verlässt, hält der Igel einen Winterschlaf. Igel können bis zu fünf Monaten die kalte nahrungsarme Winterzeit verschlafen. Aus Reisig und Laub und Moos bauten die Schüler der Klasse 1 c Igelhütten, in denen sich die Igel im Winter zurückziehen können.

Mit verbundenen Augen tasteten sich die Kinder hintereinander an einem Seil entlang, das querfeldein um Bäume durch den Wald gespannt war. Eine Hand am Seil und die andere ausgestreckt, um zu fühlen, ob etwas im Weg war. Der Sehsinn wurde ausgeschaltet und die Kinder lernten den Wald mit anderen Sinnen kennen.  Was gar nicht so einfach war, da der Boden uneben war und Baumwurzeln im Weg waren. Ein gutes Training für eine Nachtwanderung.

 

Mit Stöcken und farbigen Herbstblättern legte die Klasse 1 a ein Sonnenmandala auf die Wegkreuzung.

Der Uhu ist die größte Eule. Seine Beute sind Mäuse, Ratten, Igel und Vögel. Bei völliger Dunkelheit kann der Uhu nichts sehen.

Bei dem Uhu-Spiel steht der Uhu in der Mitte des Kreises mit verbundenen Augen. Zu seinen Füßen schleichen sich Mäuse an, die ihn bestehlen. Sobald der Uhu die Mäuse wahrnimmt, spritzt er mit der Wasserspritze.

Das Füttern der Tiere im Wildgehege macht immer Spaß.

Die Kinder haben Augen und Ohren für die Natur geöffnet, sie haben Geräusche wahrgenommen und konnten sie einordnen. Sie haben mit Eifer und Ausdauer ein Waldsofa gebaut und kletterten am Hang. Der Wald ist ein wunderbarer Erlebnis und Entdeckungsraum für die Kinder.

Da blieb schmutzige Kleidung meistens nicht aus.

 

nachrichten.de/lokales/dortmund/sueden/Waldlehrerin-vermittelt-Rezeptideen-aus-Kraeutern;art2575,1652329#882372239

Aktualisiert ( Mittwoch, den 26. November 2014 um 23:26 Uhr )

 

Noch mehr Kastanien

24. Oktober 2014

 

Auch in diesem Jahr sammelten die Insassen der JVA Meisenhof Kastanien für die Tiere des Wildgeheges.

Gut getrocknet im Gewächshaus des Meisenhofes und anschließend verpackt in Kartoffelsäcken,
die der Mengeder Landwirt Hubbert wieder zur Verfügung stellte, können die Früchte nun für die
Winterfütterung Anfang nächsten Jahres aufbewahrt werden.

Der Förderverein sagt allen Sammlern und Helfern ganz herzlichen Dank!

 

Die Mitarbeiter der JVA Meisenhof, von links:  Klaus Strecker und Stephan Michalski

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Aktualisiert ( Mittwoch, den 21. Oktober 2015 um 16:50 Uhr )

 

Herbstaktion 2014

19. Oktober 2014

 

Eichel- und Kastaniensonntag am Wildgehege

Erneut war die Beteiligung bei der Futtersammelaktion am Wildgehege im Grutholz enorm.

Mehr zu unserer Herbstaktion unter "Aktionen" "Herbstaktion 2014"

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Aktualisiert ( Montag, den 20. Oktober 2014 um 20:58 Uhr )

 

Tierpaten 2014 / 2015

22. September 2014

 

Das sind sie! Unsere Tierpaten und Patentiere im neuen Tierpatenjahr.

Wir freuen uns auf die Treffen mit den Tierpaten im Wildgehege.

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Aktualisiert ( Montag, den 22. September 2014 um 19:27 Uhr )

 
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Termine

 

Jahreshauptversammlung

am Montag,

23. April 2018, 19.00 Uhr

 

Treffen der Tierpaten

am Samstag,

28. April 2018

von 14.00 bis 16.00 Uhr

 

Treffen der Tierpaten

am Samstag,

19. Mai 2018

von 10.00 bis 12.00 Uhr

 

Aktionstag am Wildgehege

am Samstag,

7. Juli 2018

von 14.00 bis 17.00 Uhr

 

Herbstaktion

am Sonntag,

7. Oktober 2018

von 14.00 bis 16.00 Uhr

könnt ihr wieder eure gesammelten Kastanien und Eicheln bringen.