Tierpaten arbeiten im Wildgehege mit

25. April 2015

 

Petrus hat ein Einsehen! Er schickt uns zwar nicht die Sonne zum Arbeitseinsatz im Wildgehege aber es bleibt weitgehend trocken. Alle sind zum Helfen gekommen. Die Tierpaten, Väter und Mütter der Tierpaten sowie Mitglieder und Nichtmitglieder des Fördervereins, kurz - alle die Zeit und Lust haben, am Samstagmorgen im Wildgehege zu arbeiten.

 

Die Tierpaten füttern zunächst die Tiere. Die Tiere sehen zur Zeit etwas strubbelig aus, da sie ihr Winterfell gegen das Sommerfell austauschen.

Bis auf die Damhirsche Luca und Wölkchen haben inzwischen alle Hirsche ihr Geweih abgeworfen. Die alten Hirsche werfen ihr großes Geweih eher ab als die jüngeren. Bis Ende Mai haben sich meist alle Tiere von ihrem Geweih befreit und das neue Geweih beginnt mit dem Wachstum. Während des Wachstums ist es von einer weichen, gut durchbluteten Basthaut überzogen. Im September, nach gut 100 Tagen, ist das Geweih wieder fertig. Besucher des Wildgeheges sind manchmal entsetzt und glauben, dass wir den Hirschen das Geweih abgesägt haben.

Die Tierpaten suchen nach abgeworfenen Geweihstangen und werden fündig!

Im hinteren Bereich des Wildgeheges räumen die Erwachsenen auf. Es sind immer noch die Nachwehen des Pfingsturmes Ela von vor fast einem Jahr.

Pfau Paul, vorne links im Bild auf der Baumwurzel, überwacht die Sägearbeiten.

Leider hat der Sturm Ela rücksichtslos gewütet. Er wählte nicht nur die kranken Bäume aus, die er entwurzelte, so dass das Grünflächenamt der Stadt Castrop-Rauxel im vorderen Wildgehegebereich am 22. April drei kranke Bäume fällen ließ. Die dicken Baumstämme wurden dirket zur Vermarktung herausgezogen. Das zurückgelassene Kronenholz räumen hier die fleißigen großen und kleinen Helfer auf Stapel und Reisighaufen.

Im Bereich des neues Futterautomaten hatten wir schon direkt nach dem Aufbau Schotter auf dem Waldboden aufgebracht, damit man trockenen Fußes den Automaten erreichen konnte. Der Schotter war zu grob für Menschen mit Gehbehinderungen, so dass die Patenkinder den Schotter nun mit Rindenmulch abdecken.

Jetzt wird auch noch den Futterautomat aufgefüllt. Tierpaten sorgen dafür, dass im Wildgehege alles in Ordnung ist.

Während die Tierpaten emsig arbeiten, sind auch die Väter fleißig. Mehr als sieben Tonnen Schotter müssen eingebaut werden. Durch den neuen Futterautomaten wird auch der zweite Futtertisch häufig genutzt, so dass die Tiere dort 25 cm Waldboden weggetreten haben. Es hat sich am anderen Futtertisch bewährt, dass wir dort in der Vergangenheit Schotter eingebaut haben. Der Schotter wird nicht weggetreten und es ist in der feuchten Jahreszeit nicht ganz so matschig im Bereich der Tische. Der Schotter wird mit Rindenmulch abgedeckt damit die Tiere darauf besser laufen können.

Arbeiten macht hungrig. Die gute Fee an der Frühstückstheke hat dafür gesorgt, dass keiner hungrig nach Hause gehen muss.

Aktualisiert ( Sonntag, den 03. Mai 2015 um 08:42 Uhr )

 

Schatzsuche im Wildgehege

14. März 2014

 

Es ist nasskalt, als wir uns um 14.00 Uhr mit den Tierpaten im Wildgehege treffen. So richtig hungrig sind die Tiere nicht, sie kommen nur vereinzelnd, um sich von den Kindern füttern zu lassen. Auch ihnen fehlt die Frühlingssonne.

Wir stellen uns im Kreis auf. Schließen die Augen und sind zwei Minuten ganz still und hören in den Wald hinein. Bald ist Frühlingsanfang, welche Geräusche hören wir? Klar, die spielenden, jubelnden Kinder auf dem Bolzplatz nebenan kann man nicht überhören. Doch wir hören auch das Gegeneinanderschlagen der Geweihstangen der Hirsche und das Zwitschern der Vögel. Die Vögel freuen sich lautstark, dass endlich der Frühling kommt. Gesungen wird fast ausschließlich vom Männchen mit dem Ziel, das Revier gegen männliche Rivalen zu verteidigen.  Außerdem soll das Gezwitscher ein passendes Weibchen becircen. Mit dem Gesang sagt ein Vogel vielleicht: "Liebes Weibchen, ich bin ganz toll und du musst unbedingt mich als Mann nehmen und in meine Villa ziehen."

Unsere Schatzsuche hat neun Stationen. An der zweiten Station erfahren die Tierpaten von unserer Waldlehrerin Andrea Hirsch etwas über das Leben der Hirschfamilie. Wie nennt man den Mann, die Frau und das Kind bei den Familien von Dam- und Sikawild. Die Alttierpaten sind klar Im Vorteil. Sie wissen längst, dass das Reh nicht die Frau vom Hirsch ist. Die Frau ist die Hirschkuh und das Kind ist das Kälbchen.

Die Hirschkühe verstecken ihre Kälber, damit die Kälbchen Ruhe haben und sie äsen gehen können. Warum darf man ein Kälbchen nicht anfassen, wenn man es findet? Droht dem Kalb im Wald eine Gefahr durch andere Tiere? Ja, auch im Grutholz sind Füchse, die im Mai / Juni für ihren eigenen Nachwuchs gerne ein etwas größeres Tier als eine Maus fangen würden.

Bei einem Spiel ist die eine Hälfte der Kinder Kälbchen und versteckt sich im Wald. Die andere Hälfte sind Füchse, die auf der Suche nach Nahrung sind. Die Kälber dürfen nicht weglaufen, wenn ein Fuchs sie gefunden hat.

An Station 3 erfahren die Tierpaten, dass die Kälbchen schon kurz nach der Geburt ihrer Mutter folgen. Im Laufe der Zeit lernen die Kälbchen dabei, was für ihr Leben im Wald wichtig ist. Hirschkühe sind gute Mütter, die das Neugeborerne ständig bewachen.

Die Tierpaten spielen nun Hirschkuh und Kalb. Sie tun sich zu zweit zusammen, einer ist die Mutter. Sie rennt vor, springt über Äste und kurvt um die Bäume herum. Der andere ist das Kind und versucht ihr auf Schritt und Tritt zu folgen und das ist gar nicht immer so einfach.

Hirsche gehen auch nachts auf Nahrungssuche. Die Tierpaten gehen einzeln mit verbundenen Augen am Band entlang. Doch Vorsicht! Jetzt muss man langsam gehen und auch mit den Füßen tasten.

Im Wald wohnen viele verschiedene Tiere. Jedes Kind zieht ein Tier (Spielfigur) aus einem Beutel, so dass die anderen es nicht sehen. Dann stellt er das Tier pantomimisch vor. Wer errät das Tier?

Jedes Tier hinterlässt Spuren bei seinen Streifzügen durch den Wald oder bei der Nahrungsaufnahme. Die Tierpaten suchen Spuren von Tieren im Wald. Die Kinder finden zahlreiche Federn und Spuren von Vögeln, Losung von den Hirschen und Hirschkühen sowie deren Spuren.

Im Herbst schmückt die Hirsche wieder ein fertig ausgewachsenes und gefegtes Geweih. Es steht nun eine ganz besondere Zeit im Leben der Hirsche bevor. Die Altpaten wussten sofort, dass es sich hier um die Brunftzeit handelt. Durch laute Brunftrufe versuchen die Hirsche ihrem Gegner zu imponieren. Wenn das nicht reicht, kommt es zu einem kurzen Brunftkampf bei dem die Geweihschaufeln (beim Damwild, beim Sikawild die Stangen) krachend gegeneinander geschlagen werden. Die Hirsche kämpfen fair. Sie wollen den Gegner nicht verletzten sondern nur zeigen, wer der stärkere ist. Beim Kämpfen greifen die Zacken der Geweihe ineinander.

Die Kinder spielen nun Hirsch. Sie tun sich zu zweit zusammen, strecken die Arme aus und bilden mit dem ausgestreckten Zeige- und Mittelfinger jeder Hand ein Geweih. Die Geweihe verhaken sich. Nun versucht jeder den Gegner weg zu drücken. Wer ist der stärkste Hirsch im Wald?

Ende des Sommers brauchen die Hirsche viel Nahrung, damit sie gut über Brunftzeit und Winter kommen. Die Kinder haben nun auch eine Belohnung verdient. Sie finden den versteckten Schatz!

 

 

Aktualisiert ( Dienstag, den 17. März 2015 um 12:00 Uhr )

 

Besuch aus Bayern

15. Februar 2014

Winterferien bei den Großeltern in Deininghausen verbringt Caroline mit ihrer Mutter Christiane und ihrer kleinen
Schwester. Da wird natürlich auch immer das nahe Wildgehege besucht.

Schon als vierjährige (Foto unten) fütterte Caroline gerne die Tiere im Wildgehege, hier im August 2011.

 

Aktualisiert ( Sonntag, den 22. Februar 2015 um 12:46 Uhr )

 

Füttern der Tiere im Wildgehege

11. Januar 2015

 

Auf dem Foto von links: Wolfgang, Manfred, Monika, Uschi, Ingo und Reiner

Sie helfen, dass es den Tieren im Wildgehege gut geht. Sie wechseln sich ab beim Füttern der Tiere, Reinigen der Futterstellen, Befüllen der Futterschachteln für die Futterautomaten, Entleeren der Abfalleimer für leere Futterschachteln und... und... und...

Ulrike und Klaus im August 2014 beim Füttern der Tiere im Wildgehge.

Ulrike und Klaus hatten über zehn Jahre den "Fütterdienst" bis Ende 2014 übernommen. Wir sagen ihnen ganz herzlich danke im Namen aller Freunde des Wildgeheges. Wir haben Verständnis, dass sie diese Arbeit nun an Wolfgang und Manfred weitergeben und sind froh und glücklich, dass sie uns bei allen anderen Aktionen rund um das Wildgehege weiter unterstützen.

Aktualisiert ( Sonntag, den 11. Januar 2015 um 22:59 Uhr )

 

Kinder, Tiere und Poeten

29. November 2014

 

Treffen der Tierpaten

 

Im Schaukasten am Wildgehege fanden sich die Tierpaten mit ihren Patentieren.

Dann begann der Patennachmittag jedoch mit einem kleinen Tier.

Eine Mäusefamilie hatte sich unter einem Abfallbehälter eingenistet und guckte vorwitzig aus dem Wasserablaufloch heraus. Ganz in der Nähe ist die Futterstelle für die Tiere des Wildgeheges, so dass bestimmt immer mal das ein oder andere Korn für die Mäuse auf den Waldboden fällt.

Das Füttern der Tiere macht immer Spaß. Mit dem Winterfell ist es oft nicht einfach, das Patentier, das mit Sommerfell ausgesucht wurde, zu erkennen und wenn aus einem Spießer (1-jährig) ein junger Hirsch wird, sieht er sofort ganz anders aus. Wölkchen, der Sohn vom Damhirsch Hans-Hubert ist zwei Jahre alt und hat jetzt schon ein richtiges Geweih (rechts im Bild und unten).

Es war der Samstag vor dem ersten Advent. Wir bastelten mit den Kindern eine Adventstüte. Ein trockenes Laubblatt wird in eine Butterbrottüte gelegt. Die Blattadern müssen zu der Seite zeigen, auf der man mit einem Wachsmalstift über das Papier malt. Die Blattadern drücken sich dabei durch und wie von Zauberhand überträgt sich das Herbstblatt auf die Papiertüte. Diese Blättertechnik ist gut als Laterne geeignet. Stellt man ein kleines Glas mit Teelicht in die Tüte, so kommt das Blatt schön zur Geltung. Will man eine Adventstüte daraus machen, legt man einen Keks, einen Teebeutel,  ein Teelicht, eine Weihnachtsgeschichte und Streichhölzer in die Tüte. So kann man ein paar Minuten Advent verschenken: Handy ausschalten, Tee aufbrühen, Teelicht anzünden, Geschichte lesen und Tee und Kekse genießen ...

Unsere Waldlehrerin Andrea Hirsch zeigte, dass den Eichhörnchen im Winter an den Ohren kleine Haare als Pinsel auswachsen. Das Sommerfell ist heller als das Winterfell und auch weniger dicht. Natürliche Feinde der Eichhörnchen sind Greifvögel, welche blitzartig aus der Luft zustoßen oder der Baummarder. Die Baummarder verfolgen die Eichhörnchen durch die Bäume und sind ihnen durch ihre höhere Sprungkraft überlegen. Oftmals hilft den Eichhörnchen nur der Sprung von der Baumspitze zum Erdboden; eine Fähigkeit, die Marder nicht beherrschen.

Jetzt spielten die Kinder Eichhörnchen und Marder. Die Kinder waren die Eichhörnchen, die von einem anderen Kind, dem Marder, gefangen wurden. Sie durften bei der Jagd nur von Baumscheibe zu Baumscheibe laufen.

Nachdem der Marder die Eichhörnchen ausreichend jagten, bekamen die Kinder Erdnüsse, um sie wie die Eichhörnchen zu verstecken. (Spielverlauf siehe unter Aktuelles vom 26.11.2014 "Natur pur")

Es wurde kalt, so dass ein wärmender Kinderpunsch, Kekse und Feuer gut taten.

Als sich am Samstagnachmittag die Dämmerung über das Grutholz in Deininghausen legte, öffnete sich für die 24 Tierpaten des Wildgeheges und deren Eltern eine magische Welt: Zauberhaft verkleidete Kinder zogen sie in ihren Bann. Sieben Kinder von neun bis  16 Jahren spielten, beleuchtet vom Feuerschein, das Theaterstück „Die Gedankenpoeten“. Einstudiert hatten das Stück der Theaterpädagoge Holger Schneider und seine Frau Rebekka (Gesangspädagogin).

Mit phantasievollen Masken, gekleidet in bunten Kostümen und untermalt von zauberhafter Musik, spielten die Kinder die Geschichte von einem kleinen Mädchen, das zu Weihnachten das schönste Gedicht der Welt schreiben wollte. Doch so richtig schien es ihr nicht gelingen. Auch als sie zum Geburtstag von Ihren Tanten eine uralte Schreibmaschine geschenkt bekam, wollten ihre Gedanken nicht so richtig aufs Papier fließen. Erst als ihr ein Onkel eine Gedankenlesemaschine aus einem alten Kinderwagen, einem Regenschirm und vielen Hebeln und Zahnrädern repariert hatte, flogen ihr die richtigen Ideen zu. Diese nämlich wurden mit Hilfe eines magischen Trichters aus den Köpfen der Tierpaten abgesaugt.

So las die Maschine bei einem Kind: „Auf meinem Wunschzettel steht so viel – ich hoffe, der Weihnachtsmann ist bis Weihnachten mit dem Lesen fertig …“ oder „Meine Schwester merkt bestimmt nicht, dass ich schon alle Türen von ihrem Adventskalender geöffnet habe …“ und „Mein Geschenk soll nur so groß sein, dass es eben gerade noch ins Haus passt …“

Zum Schluss hatte das Mädchen ein wunderschönes Gedicht geschrieben, das sie der Welt schenkte, indem sie es an einem weißen Luftballon in den dunklen Nachthimmel aufsteigen ließ.

Ein ideenreiches Stück mit fantastischen Kostümen und Masken, die Rebekka Schneider hergestellt hatte. Das Wildgehege bot einen wunderschönen Rahmen für die Gedankenpoeten.

Das Theaterprojekt wurde durch die Landesarbeitsgemeinschaft NRW für Arbeit, Bildung und Kultur gefördert.

 

Aktualisiert ( Montag, den 01. Dezember 2014 um 10:24 Uhr )

 
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Termine

Treffen der Tierpaten
19. Januar 2019

von 14.00 bis 16.00 Uhr

 

Treffen der Tierpaten
30.  März 2019

von 10.00 bis 11.00 Uhr
beteiligen wir uns wieder an der
Aktion "Platzverweis dem Dreck"
anschließend ist bis 13.00 Uhr
Patentreffen

 

Aktionstag am Wildgehege
am 18. Mai 2019